Die Ladeanzeige meldet voll, doch die Maschine stottert nach wenigen Minuten, der Bohrer bleibt im Hartholz stecken oder die Säge schaltet mitten im Schnitt ab. In den meisten Fällen steckt dahinter kein Rätsel, sondern Zellalterung: Der Akku speichert zwar noch Spannung, kann aber unter Last keinen ausreichenden Strom mehr liefern. Seltener sind Temperatur, verschmutzte Kontakte, eine Tiefentladung oder schlicht ein Akku, der zu klein für die Maschine ist. Hier lesen Sie, wie Sie in wenigen Schritten herausfinden, ob Akku, Ladegerät oder Werkzeug schuld ist, wann ein Akku aus Sicherheitsgründen sofort aus dem Verkehr gehört und wann sich Zellentausch, Neukauf oder der Weg zum Service lohnt.
Kurz gesagt
- „Voll“ heißt nur, dass die Zellen ihre Ladeschlussspannung erreicht haben. Ob sie unter Last noch Strom liefern, zeigt die Anzeige nicht.
- Häufigste Ursache ist gestiegener Innenwiderstand durch Alterung, oft verstärkt durch eine einzelne schwache Zellgruppe, an der die Elektronik den ganzen Akku abschaltet.
- Prüfen Sie zuerst mit einem zweiten Akku und einer zweiten Maschine. So trennen Sie Akku, Ladegerät und Werkzeug in zehn Minuten sauber voneinander.
- Aufgeblähte, verfärbte, warme oder riechende Akkus werden nicht mehr benutzt, nicht geladen und nicht per Paketdienst verschickt.
- Ist das Gehäuse intakt und nur die Kapazität weg, ist ein Zellentausch beim Fachbetrieb oft die günstigere Alternative zum neuen Originalakku.
Inhaltsverzeichnis
- Was „schwach trotz voll“ technisch bedeutet
- Die häufigsten Ursachen im Überblick
- Akku, Ladegerät oder Maschine: Diagnose in sieben Schritten
- Sicherheitscheck: Wann der Akku sofort aus dem Verkehr muss
- Warum der Akku im Regal an Ladung verliert
- Tiefentladener Festool-Akku: Was geht und was nicht
- Reparieren, ersetzen oder einschicken?
- Zellentausch für Festool-Akkus bei Akkuplus
- Unsere Sicht aus der Werkstatt
- So bleibt Ihr Festool-Akku länger stark
- Häufige Fragen
- Quellen
Was „schwach trotz voll“ technisch bedeutet
Ein Lithium-Ionen-Akku besteht aus mehreren Zellen, die in Reihe und oft zusätzlich parallel geschaltet sind. Die Ladeanzeige am Akku oder am Ladegerät orientiert sich im Wesentlichen an der Spannung. Im Leerlauf sieht ein alter Akku deshalb genauso voll aus wie ein neuer.
Der Unterschied zeigt sich erst, wenn die Maschine Strom zieht. Jede Zelle hat einen Innenwiderstand, und der wächst mit dem Alter, mit vielen Ladezyklen, mit Hitze und nach Tiefentladungen. Fließt ein hoher Strom, etwa beim Anlaufen einer Tauchsäge oder beim Eindrehen langer Schrauben, fällt an diesem Widerstand ein Teil der Spannung ab. Die Spannung bricht ein, die Maschine verliert Drehmoment, und sinkt sie unter die Abschaltschwelle, schaltet die Elektronik ab, um die Zellen zu schützen. Lassen Sie den Akku kurz ruhen, erholt sich die Spannung, und die Anzeige zeigt wieder mehrere Balken. Genau dieses Muster, „voll, aber schlapp, und nach einer Pause wieder kurz da“, ist das typische Bild eines gealterten Akkus.
Dazu kommt die Abstimmung zwischen Akku und Maschine. Festool beschreibt im eigenen Tech-Talk zu Akku-Systemen, dass Akku und Elektrowerkzeug als abgestimmtes System die Leistungsreserven bestimmen und dass Schutzmechanismen und Temperaturmanagement die Zellen innerhalb ihrer Spezifikation halten. Für Sie heißt das: Die Elektronik greift bewusst ein, bevor eine Zelle Schaden nimmt. Ein Akku, der früh abschaltet, ist also nicht unbedingt „kaputt“, er meldet, dass er die geforderte Leistung nicht mehr sicher liefern kann.
Die häufigsten Ursachen im Überblick
Gealterte Zellen und gestiegener Innenwiderstand
Lithium-Ionen-Zellen verlieren mit jedem Zyklus und mit jedem Jahr etwas Kapazität und Belastbarkeit, auch wenn der Akku wenig genutzt wurde. Akkus, die oft heiß geladen, voll geladen in einem warmen Fahrzeug gelagert oder regelmäßig bis zur Abschaltung leergefahren wurden, altern schneller. Ein Akku aus der Erstausstattung einer Maschine, die seit vielen Jahren im Einsatz ist, fällt fast immer in diese Gruppe.
Eine einzelne schwache Zellgruppe
Die Zellen eines Akkus altern nie völlig gleichmäßig. Schon eine Zelle oder Zellgruppe, die schneller nachlässt als die anderen, reicht: Unter Last fällt ihre Spannung zuerst unter die Grenze, und die Elektronik schaltet den gesamten Akku ab, obwohl die übrigen Zellen noch Energie hätten. Von außen wirkt das wie ein „halb voller“ Akku, der trotzdem aufgibt. Genau hier setzt ein Zellentausch an, denn dabei werden alle Zellen gemeinsam durch neue, aufeinander abgestimmte Zellen ersetzt.
Kälte und Hitze
Bei Kälte steigt der Innenwiderstand deutlich, die Maschine wirkt schwach, obwohl der Akku in Ordnung ist. Bei Hitze greift der Überhitzungsschutz. Festool nennt in der Sicherheitsinformation für Li-Ion-Akkus einen Lagerbereich von −20 °C bis 35 °C und für den optimalen Funktionserhalt +10 °C bis +20 °C. Ein Akku, der über Nacht im Transporter bei Frost lag oder in der Sommersonne auf dem Gerüst, liefert also zunächst weniger, als die Anzeige verspricht. Lassen Sie ihn in solchen Fällen erst auf Raumtemperatur kommen, bevor Sie urteilen.
Tiefentladung
Wurde ein Akku lange leer gelagert, kann die Spannung einzelner Zellen unter einen kritischen Wert gefallen sein. Manche Ladegeräte nehmen solche Akkus gar nicht mehr an, andere laden sie, doch die Zellen haben dauerhaft an Kapazität verloren. In Werkstattforen berichten Nutzer regelmäßig von Festool-Akkus, die nach monatelanger Lagerung im leeren Zustand nicht mehr geladen werden. Mehr dazu weiter unten.
Kontakte, Maschine und Einsatz
Nicht immer ist der Akku schuld. Verschmutzte, oxidierte oder verbogene Kontakte erhöhen den Übergangswiderstand, und die Maschine bekommt weniger Spannung. Auch ein verschlissener Motor, abgenutzte Kohlebürsten bei älteren Bürstenmotoren, ein stumpfes Sägeblatt oder ein zugesetzter Bohrer erhöhen die Stromaufnahme so weit, dass ein ohnehin älterer Akku früher abschaltet. Und manchmal ist der Akku schlicht zu klein: Ein kompakter Akku mit wenig Kapazität stößt an einer leistungshungrigen Säge schneller an die Grenze als ein großer Akkupack.
Ladegerät
Ein Ladegerät, das zu heiß wird, bricht den Ladevorgang ab oder lädt nur langsam. In der Betriebsanleitung der Festool-Ladegeräte SCA 16, TCL 6 und TCL 6 DUO steht ausdrücklich, dass die Lüftungsschlitze nicht abgedeckt werden dürfen, weil das Gerät sonst überhitzen und nicht ordnungsgemäß arbeiten kann. Ein hoher Piepton beim Laden ist laut derselben Anleitung dagegen kein Fehler, sondern eine Reaktion auf Schwankungen im Stromnetz.
Akku, Ladegerät oder Maschine: Diagnose in sieben Schritten
Mit dieser Reihenfolge kommen Sie ohne Messgerät zu einer belastbaren Einschätzung. Sie brauchen idealerweise einen zweiten, funktionierenden Festool-Akku und, wenn möglich, eine zweite Maschine aus demselben System.
- Sichtprüfung zuerst. Ist der Akku aufgebläht, gerissen, verfärbt, riecht er auffällig oder ist er ohne Benutzung warm? Dann hier stoppen und den Abschnitt zur Sicherheit lesen.
- Temperatur ausschließen. Den Akku mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur liegen lassen, dann vollständig laden.
- Kontakte prüfen. Akkuschacht und Kontakte von Staub, Spänen und Ablagerungen befreien, trocken und mit einem sauberen Pinsel. Verbogene oder angeschmolzene Kontakte sind ein Fall für den Service.
- Ladegerät gegenprüfen. Lädt der Akku an einem zweiten Ladegerät anders? Steht das Ladegerät frei, mit offenen Lüftungsschlitzen? Lädt ein anderer Akku am selben Gerät normal?
- Akku tauschen. Setzen Sie den zweiten Akku in dieselbe Maschine und arbeiten Sie mit derselben Aufgabe. Läuft die Maschine damit normal, liegt das Problem beim ersten Akku.
- Maschine tauschen. Setzen Sie den verdächtigen Akku in eine zweite Maschine. Ist er auch dort schwach, ist der Akku die Ursache. Sind beide Akkus in der ersten Maschine schwach, liegt es am Werkzeug oder am Einsatzwerkzeug.
- Laufzeit vergleichen. Notieren Sie, wie lange oder wie viele Schnitte beziehungsweise Schrauben jeder Akku bei gleicher Arbeit schafft. Liefert der verdächtige Akku nur noch einen Bruchteil, ist die Kapazität weitgehend verbraucht.
Wer gern ausführlicher vorgeht, findet in unserem Ratgeber Anzeichen für einen schlechten Akku weitere Prüfpunkte, und unsere Anleitung zum Lösen von Akku-Ladeproblemen hilft, wenn der Akku gar nicht mehr geladen wird.
Symptome und ihre wahrscheinliche Ursache
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was Sie tun |
|---|---|---|
| Anzeige voll, Maschine schaltet unter Last ab, nach Pause kurz wieder da | Gealterte Zellen, hoher Innenwiderstand | Gegenprobe mit zweitem Akku, dann Zellentausch oder Ersatz |
| Akku schwach in jeder Maschine | Akku selbst | Sicherheitscheck, Reparatur oder Ersatz |
| Alle Akkus schwach in einer Maschine | Werkzeug, Einsatzwerkzeug, Kontakte | Blatt oder Bit prüfen, Kontakte reinigen, Maschine zum Service |
| Nur im Winter oder nach Lagerung im Auto schwach | Temperatur | Auf Raumtemperatur bringen, warm lagern |
| Lädt nicht oder bricht Laden ab | Tiefentladung, Überhitzung des Ladegeräts, Defekt | Lüftung prüfen, anderes Ladegerät testen, sonst Service |
| Akku im Schrank nach Wochen leer | Erhöhte Selbstentladung, schwache Zelle | Laufzeit testen, bei deutlicher Abweichung reparieren lassen |
| Akku wird warm, bläht sich, riecht | Beschädigte Zellen | Nicht mehr nutzen, nicht laden, Festool oder Fachbetrieb kontaktieren |
Sicherheitscheck: Wann der Akku sofort aus dem Verkehr muss
Ein schwacher Akku ist ärgerlich, ein beschädigter ist gefährlich. Festool stellt dafür eine eigene Checkliste zur Erkennung von Defekten bereit. Sie fragt nach äußerlich erkennbaren Schäden wie Brüchen, verfärbten oder porösen Stellen, fehlenden Bauteilen, Verformungen und verbrannten Stellen sowie nach auffälligen Gerüchen und ungewöhnlicher Wärmeentwicklung. Wird auch nur eine Frage mit Ja beantwortet, gilt der Akku laut Festool als defekt oder beschädigt und darf nicht mit einem Transportdienstleister verschickt werden.
Was das in der Praxis heißt:
- Nicht mehr laden und nicht mehr einsetzen. Legen Sie den Akku auf eine nicht brennbare Unterlage, mit Abstand zu Holz, Lösungsmitteln und Spänen, idealerweise draußen oder in einem Metallbehälter.
- Nicht öffnen, nicht manipulieren. Festool weist in der Sicherheitsinformation darauf hin, dass Akkus und Ladegeräte in keinem Fall modifiziert oder manipuliert werden dürfen und dass Fehlbehandlung zum Austritt von Akku-Inhaltsstoffen führen kann.
- Nicht einfach verschicken. Für defekte oder beschädigte Akkus gelten verschärfte Transportregeln bis hin zum vollständigen Transportverbot. Kontaktieren Sie vor einem Transport den Festool-Kundendienst. Die Festool-Hinweise zur Rücksendung von Akkus beschreiben das weitere Vorgehen.
- Richtig entsorgen. Beschädigte Lithium-Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Fragen Sie beim Wertstoffhof Ihrer Gemeinde nach, wie dort beschädigte Lithium-Akkus angenommen werden.
Ist der Akku äußerlich einwandfrei und nur schwach, bewegen Sie sich in einem anderen Feld: Dann geht es um Kapazität, nicht um akute Gefahr.

Warum der Akku im Regal an Ladung verliert
Viele merken das Problem erst so: Der Akku war beim Einlagern voll, nach einigen Wochen ist er halb leer oder ganz leer. Jeder Lithium-Ionen-Akku entlädt sich langsam selbst, und die Elektronik im Akkupack braucht ebenfalls etwas Strom. Bei einem gesunden Akku ist das über einige Wochen kaum spürbar.
Verliert ein Akku auffällig schnell Ladung, während er nur im Systainer liegt, hat meist eine Zelle eine erhöhte Selbstentladung entwickelt. Das ist ein Alterungs- oder Schadenssignal und gleichzeitig ein Risiko, denn ein Akku, der sich immer wieder bis zur Tiefentladung leert, nimmt dabei weiteren Schaden. Hohe Temperaturen beschleunigen beides. Lagern Sie Akkus deshalb kühl und trocken, nach Möglichkeit im Bereich von +10 °C bis +20 °C, den Festool für den Funktionserhalt nennt, und nicht dauerhaft im Fahrzeug.
Bewährt hat sich, Akkus für längere Pausen nicht ganz leer und nicht randvoll einzulagern und sie alle paar Monate kurz nachzuladen. Unser Ratgeber mit Tipps zur Akku-Lebensdauer fasst die wichtigsten Gewohnheiten zusammen.
Tiefentladener Festool-Akku: Was geht und was nicht
Wenn ein Akku nach langer Lagerung nicht mehr lädt, liegt die Versuchung nahe, ihn mit einem Labornetzteil oder einem fremden Ladegerät „anzuschubsen“. In Foren kursieren dazu zahlreiche Anleitungen, und die Meinungen gehen weit auseinander, etwa darüber, ob die Akkuelektronik nach einer Tiefentladung das Laden bewusst sperrt. Davon raten wir klar ab.
Der Grund ist einfach: Zellen, die tief entladen wurden, können innere Schäden davontragen. Lädt man sie an der Schutzelektronik vorbei wieder auf, steigt das Risiko von Erwärmung bis hin zum Brand, und das unbeaufsichtigt in Werkstatt oder Keller. Festool selbst schreibt in der Sicherheitsinformation vor, Akkus nur mit ausgewiesenen Festool-Ladegeräten zu laden und weder Akku noch Ladegerät zu manipulieren. Die Betriebsanleitung der Akkupacks BP 12, BPC 12, BPC 15, BPC 18 und BP-XS empfiehlt, sich bei einem nicht mehr funktionierenden Akku an einen autorisierten Festool-Kundendienst zu wenden.
Was Sie gefahrlos versuchen können: den Akku auf Raumtemperatur bringen, Kontakte reinigen, ein zweites Festool-Ladegerät testen. Nimmt kein Ladegerät den Akku an, ist das ein Fall für Werkstatt oder Service. Bei einem fachgerechten Zellentausch werden die geschädigten Zellen komplett entfernt, das Problem der Tiefentladung ist damit erledigt.

Reparieren, ersetzen oder einschicken?
Ist klar, dass der Akku die Ursache ist und kein Sicherheitsproblem vorliegt, haben Sie drei Wege. Welcher sinnvoll ist, hängt vom Alter des Akkus, von der Garantie und vom Zustand des Gehäuses ab.
| Weg | Sinnvoll, wenn | Zu beachten |
|---|---|---|
| Garantie oder Service beim Hersteller | Akku ist noch jung, Garantie- oder Servicezeitraum läuft | Garantiebedingungen bei Festool prüfen, beschädigte Akkus nicht selbst verschicken |
| Zellentausch beim Fachbetrieb | Gehäuse und Elektronik intakt, nur Zellen verbraucht, Garantie abgelaufen | Seriöser Anbieter mit eigener Gewährleistung, neue, abgestimmte Markenzellen |
| Neuer Originalakku | Gehäuse beschädigt, Elektronik defekt, Sie wollen gleich mehr Kapazität | Höchster Preis, dafür neues Gehäuse und neue Elektronik |
| Selbsteinbau eines Zellpakets | Sie haben Erfahrung mit Löten und Akkutechnik | Nur mit Fachkenntnis, Gehäuse muss sauber geöffnet und wieder verschlossen werden |
Läuft beim Hersteller noch Garantie, ist das meist der erste Weg. Die genauen Bedingungen und Fristen stehen auf der Festool-Serviceseite Ihres Landes, und weil sie sich ändern können, lohnt sich ein Blick dort, bevor Sie entscheiden.
Nach Ablauf der Garantie wird der Vergleich spannend. Ein Akku besteht im Kern aus Gehäuse, Elektronik und Zellen, und verschleißen tun fast nur die Zellen. Sind Gehäuse und Elektronik in Ordnung, ist es oft wirtschaftlicher und nachhaltiger, nur die Zellen ersetzen zu lassen, statt ein komplettes Neuteil zu kaufen. Bei sehr alten Systemen, für die es kaum noch Originalakkus gibt, ist der Zellentausch manchmal der einzige Weg, eine gute Maschine weiterzunutzen. Wie der Ablauf aussieht und worauf es ankommt, zeigen wir in unserem Beitrag Werkzeugakku reparieren oder ersetzen. Eine gute Gegenrechnung für die Entscheidung liefert auch der Artikel zu der Frage, ob sich eine Akku-Reparatur beim Rasenmäher wirklich lohnt, denn die Abwägung zwischen Zellentausch und Neukauf folgt bei Garten- und Elektrowerkzeugakkus denselben Regeln.
Wenn Ihr Akkuschrauber allgemein nachlässt und Sie noch nicht sicher sind, ob es wirklich am Akku liegt, hilft unser Ratgeber Mein Akkuschrauber hält kaum noch durch bei der Einordnung.
Zellentausch für Festool-Akkus bei Akkuplus
Wir bei Akkuplus reparieren Werkzeugakkus durch Zellentausch: Ihr Akku kommt zu uns, wir ersetzen die verbrauchten Zellen durch neue und schicken Ihnen den Akku im originalen Gehäuse zurück. Für Festool bieten wir unter anderem den Zellentausch für Festool BPS 12 S (492277, 494917, 491708) und die Akkureparatur für FESTO BP-CDD7,2 (486929) an. Wer selbst lötet, findet bei uns auch das passende Akkupack BPS 12 zum Selbsteinbau. Auf unsere Arbeit geben wir eine 12 Monate Funktionsgarantie.
Wichtig: Schicken Sie uns nur Akkus, die den Sicherheitscheck oben bestanden haben. Ein aufgeblähter, verbrannter oder riechender Akku gehört nicht in ein Paket.
Unsere Sicht aus der Werkstatt
Wenn ein Kunde schreibt, sein Festool-Akku sei trotz Vollladung schwach, ist das in der Mehrzahl der Fälle genau das, was die Anzeige verschweigt: Die Zellen sind am Ende, das Gehäuse und oft auch die Elektronik sind es nicht. Festool-Akkus sind solide gebaut, und die Maschinen dazu halten viele Jahre. Es wäre schade, ein funktionierendes Werkzeug abzuschreiben, nur weil die Zellen im Akku ihren Zyklus hinter sich haben.
Gleichzeitig sehen wir, wohin Bastelversuche führen. Akkus, die mit einem Labornetzteil „wiederbelebt“ wurden, Gehäuse, die mit dem Schraubendreher aufgehebelt wurden, Kontakte, an denen jemand mit der Feile gearbeitet hat. Das kostet am Ende mehr, als es spart, und im schlechtesten Fall ist es gefährlich. Unser Rat ist deshalb immer derselbe: erst sauber prüfen, dann bei äußerlichen Schäden die Finger davon lassen, und bei verbrauchten Zellen einen Fachbetrieb ranlassen, der die Zellen komplett und abgestimmt tauscht, statt einzelne Zellen zu flicken.
Und noch etwas: Ein großer Teil der „schwachen“ Akkus, die wir sehen, ist nicht durch harte Arbeit gealtert, sondern durch Lagerung. Leer im Winter in der Garage, voll im Sommer im Transporter. Wer seine Akkus kühl, trocken und halb geladen lagert, verschiebt den Zellentausch oft um Jahre.
— Waldemar
So bleibt Ihr Festool-Akku länger stark
Ob neu, repariert oder noch im Originalzustand: Mit ein paar Gewohnheiten holen Sie mehr Jahre aus Ihren Akkus heraus.
- Nicht bis zur Abschaltung fahren, wenn es sich vermeiden lässt. Lieber den Akku wechseln, sobald die Leistung spürbar nachlässt.
- Heiße Akkus abkühlen lassen. Nach harter Arbeit, etwa mit der Tauchsäge, den Akku einige Minuten ruhen lassen, bevor er ins Ladegerät kommt.
- Ladegerät frei aufstellen. Lüftungsschlitze offen halten, nicht auf Spänen, Decken oder in der geschlossenen Kiste laden.
- Kühl und trocken lagern. Ideal ist der Bereich von +10 °C bis +20 °C, nicht im Fahrzeug über Nacht, nicht neben der Heizung.
- Für längere Pausen halb geladen einlagern und alle paar Monate kontrollieren.
- Akku zur Maschine passend wählen. Für leistungshungrige Werkzeuge einen größeren Akku nutzen, kompakte Akkus für leichte Arbeiten.
- Akkus im Wechsel nutzen. Wer mehrere Akkus hat, sollte sie rotieren, damit nicht einer ständig arbeitet und die anderen jahrelang liegen.
- Kontakte sauber halten. Staub und Späne regelmäßig mit einem trockenen Pinsel entfernen.
Wenn Sie unsicher sind, in welchem Zustand Ihre Akkus sind, erklären wir in unserem Beitrag zum Akku-Diagnose-Service, wie sich der Zustand sicher prüfen lässt.
Häufige Fragen
Warum zeigt mein Festool-Akku voll an und ist trotzdem sofort leer?
Die Anzeige misst im Wesentlichen die Spannung im Ruhezustand. Gealterte Zellen erreichen diese Spannung noch, brechen aber unter Last ein, weil ihr Innenwiderstand gestiegen ist. Die Elektronik schaltet dann zum Schutz ab, obwohl die Anzeige eben noch voll war.
Wie erkenne ich, ob mein Akku kaputt ist oder nur schwach?
Kaputt im Sinne von gefährlich ist ein Akku mit Verformungen, Rissen, Verfärbungen, verbrannten Stellen, auffälligem Geruch oder ungewöhnlicher Wärme, so steht es in der Festool-Checkliste. Ist der Akku äußerlich einwandfrei, aber in jeder Maschine schwach, sind die Zellen verbraucht. Das klären Sie mit der Gegenprobe aus zweitem Akku und zweiter Maschine.
Kann ich einen tiefentladenen Festool-Akku selbst wiederbeleben?
Davon raten wir ab. Tief entladene Zellen können geschädigt sein, und Laden an der Schutzelektronik vorbei erhöht das Risiko von Überhitzung. Festool schreibt vor, nur mit Festool-Ladegeräten zu laden und nichts zu manipulieren. Nimmt kein Originalladegerät den Akku an, ist er ein Fall für Service oder Zellentausch.
Warum lädt mein Festool-Akku nicht mehr?
Häufige Gründe sind Tiefentladung, ein zu warmer oder zu kalter Akku, verschmutzte Kontakte oder ein überhitztes Ladegerät mit verdeckten Lüftungsschlitzen. Testen Sie einen zweiten Akku am selben Ladegerät und den verdächtigen Akku an einem zweiten Ladegerät. Bleibt der Akku stumm, sollte ihn ein Fachbetrieb oder der Festool-Kundendienst prüfen.
Lohnt sich ein Zellentausch statt eines neuen Akkus?
Wenn Gehäuse und Elektronik intakt sind und die Garantie abgelaufen ist, meistens ja. Sie behalten das passende Originalgehäuse und erhalten neue Zellen, oft zu einem niedrigeren Preis als ein Neuteil. Bei beschädigtem Gehäuse oder defekter Elektronik ist ein neuer Akku die bessere Wahl.
Quellen
- Festool: Checkliste zur Erkennung von Defekten an Akkus
- Festool: Sicherheitsinformation für Li-Ion-Akkus
- Festool: Rücksendung von Akkus und Akkugeräten
- Festool: Tech-Talk Cordless
- Festool: Betriebsanleitung Ladegeräte SCA 16, TCL 6, TCL 6 DUO
- Festool: Betriebsanleitung Akkupacks BP 12, BPC 12, BPC 15, BPC 18, BP-XS
Empfehlungen
- Mein Akkuschrauber hält kaum noch durch: Was jetzt zu tun ist
- Akku-Ladeprobleme lösen: Ursachen und Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Werkzeugakku reparieren oder ersetzen: Der sichere Weg
- Anzeichen für schlechten Akku: Diagnose und Lösung
Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und redaktionell geprüft. Trotz sorgfältiger Erstellung übernehmen wir keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Maßgeblich sind stets die technischen Daten und Angaben des jeweiligen Herstellers.

