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Sicherheitstipps für Batterien und Akkus: laden, lagern, entsorgen

24. Oktober 2026
Sicherheitstipps für Batterien und Akkus: laden, lagern, entsorgen

Die meisten Unfälle mit Batterien haben dieselben paar Ursachen: falsches Laden, schlechte Lagerung, ein beschädigter Akku, der weiter benutzt wird, oder eine Lithiumzelle im Restmüll. Wer diese Fehler kennt, hat den größten Teil des Risikos schon im Griff. Hier finden Sie die Regeln, auf die es wirklich ankommt. Sie gelten für Smartphone, Laptop, Akkuschrauber, E-Bike, Fernbedienung und Autobatterie, jeweils mit Quelle und so konkret, dass Sie sie heute Abend umsetzen können.

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Kurz gesagt

  • Laden Sie Lithium-Akkus auf einer nicht brennbaren Unterlage, in einem Raum mit Rauchmelder und nie, während Sie schlafen oder außer Haus sind.
  • Für eine lange Lebensdauer halten Sie Akkus im Alltag zwischen etwa 20 und 90 Prozent. Zum Einlagern sind 40 bis 50 Prozent ideal.
  • Ein aufgeblähter, zischender oder heißer Akku ist ein Notfall. Benutzen Sie ihn nicht weiter und versuchen Sie nicht, ihn zu „retten“.
  • Einen Lithium-Brand löschen Sie nicht selbst: Raum verlassen, Tür schließen, 112 wählen.
  • Altbatterien gehören nie in den Hausmüll. Kleben Sie die Pole ab und geben Sie die Batterien kostenlos im Handel oder beim Wertstoffhof ab.

Inhaltsverzeichnis

Warum Batterien überhaupt gefährlich werden können

Eine Batterie speichert Energie chemisch. Solange nichts schiefgeht, gibt sie diese Energie kontrolliert ab. Gefährlich wird es, wenn sie in kurzer Zeit unkontrolliert frei wird: durch einen Kurzschluss, durch Überhitzung, durch mechanische Beschädigung oder durch Überladen.

Besonders aufmerksam sollten Sie bei Lithium-Zellen sein. Ihre Energiedichte ist hoch, und laut Dräger sind die Dämpfe von Lösungsmitteln und flüssigen Elektrolyten in Lithium-Ionen-Batterien brennbar. Kommt es in einer Zelle zum sogenannten thermischen Durchgehen (Thermal Runaway), heizt sie sich selbst immer weiter auf und kann benachbarte Zellen mitreißen. Trotzdem betont das Umweltbundesamt: Lithiumhaltige Batterien und Akkus sind bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Panik ist also fehl am Platz, Sorgfalt dagegen nicht.

Die Risiken unterscheiden sich je nach Batterietyp deutlich:

BatterietypTypische GeräteHauptrisikoWas am meisten schützt
Alkali-Mangan (AA, AAA, 9 V)Fernbedienung, Spielzeug, TaschenlampeAuslaufen, Kurzschluss bei 9-V-BlöckenNicht mischen, Pole abdecken, bei Nichtgebrauch entnehmen
Lithium-KnopfzellenAutoschlüssel, Waage, UhrVerschlucken durch Kinder, KurzschlussKindersicher aufbewahren, Batteriefach prüfen
Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-AkkusSmartphone, Laptop, Akkuwerkzeug, E-BikeBrand durch Beschädigung, Überladen, HitzePassendes Ladegerät, sicherer Ladeplatz, Warnzeichen ernst nehmen
NiMH-AkkusWiederaufladbare AA/AAAErwärmung beim Laden mit falschem GerätGeeignetes Ladegerät verwenden
Blei-Säure (Autobatterie)Pkw, Motorrad, WohnmobilSäure, Knallgas beim Laden, hohe StrömeSchutzbrille, Belüftung, richtige Klemmreihenfolge

Wenn Sie wissen möchten, welcher Typ in Ihren Geräten steckt, hilft unser Überblick über die Arten von Haushaltsbatterien. Für den Einstieg in die Lithium-Technik empfehlen wir den Beitrag Brände verhindern mit Lithium-Batterien.

Sicher laden: die Regeln, die Brände verhindern

Die meisten Akkubrände im Haushalt entstehen beim Laden. Das ist zugleich die gute Nachricht: Hier haben Sie den größten Einfluss. Das Umweltbundesamt und die Verbraucherzentrale nennen im Kern dieselben Punkte.

  1. Nicht brennbare Unterlage wählen. Laden Sie Lithium-Akkus auf Stein, Fliesen oder Metall und nicht auf Sofa, Bett oder Teppich. Halten Sie Papier, Textilien und Verpackungen fern. Das empfiehlt das Umweltbundesamt zum sachgemäßen Umgang mit Lithium-Akkus.
  2. Nur unter Aufsicht laden. Laden Sie nicht, während Sie schlafen oder außer Haus sind. Ideal ist ein Raum mit funktionierendem Rauchmelder.
  3. Temperatur beachten. Laden Sie im vom Hersteller angegebenen Bereich, meist zwischen 10 und 25 °C. Über 40 °C kann der Akku sofort Schaden nehmen, unter 0 °C leidet die Lebensdauer. Den E-Bike-Akku aus der kalten Garage lassen Sie also erst auf Zimmertemperatur kommen, bevor Sie ihn anschließen.
  4. Passendes Ladegerät verwenden. Nutzen Sie das Originalgerät oder ein ausdrücklich freigegebenes Ladegerät. Billige No-Name-Netzteile ohne Schutzschaltungen sind ein häufiger Auslöser von Problemen. Wie Sie ein geeignetes Gerät erkennen, erklärt unser Ratgeber Ladegerät für Lithium-Ionen-Akkus richtig wählen.
  5. Nicht abdecken. Ein Akku, der beim Laden unter Kissen oder in einer Tasche liegt, kann seine Wärme nicht abgeben.
  6. Nach dem Laden trennen. Ziehen Sie das Ladegerät ab, wenn der Akku voll ist, statt ihn tagelang am Netz hängen zu lassen.
  7. Beschädigte Kabel aussortieren. Geknickte, angeschmorte oder lose Stecker gehören in den Elektroschrott, nicht zurück in die Steckdose.

Die Verbraucherzentrale hat dazu eine ausführliche Liste mit 11 Tipps zum Laden von Akku-Batterien veröffentlicht, die vor allem für Zellen mit hoher Energiedichte gilt. Der Deutsche Feuerwehrverband betont, dass zertifizierte Ladetechnik und sichere Aufbewahrung der wirksamste Schutz vor Unfällen sind.

Ladelimit: schonender für Akku und Nerven

Viele Laptops und Smartphones bieten inzwischen eine Funktion, die die Ladung bei 80 oder 85 Prozent stoppt. Das schont die Zellen, denn das Umweltbundesamt rät, Lithium-Akkus möglichst zwischen 20 und 90 Prozent zu halten und sowohl Tiefentladung als auch Volladung zu vermeiden. Ein Akku, der weniger Zeit im voll geladenen Zustand verbringt, altert langsamer und bleibt stabiler. Wie das bei Windows-Geräten und MacBooks funktioniert, zeigt eine Anleitung zum Ladelimit am Laptop-Akku. Einen kompletten Ablauf für den Alltag finden Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Laden von Lithium-Ionen-Akkus.

Laden unterwegs und an fremden Steckdosen

Im Café, im Hotel oder im Geschäft kennen Sie die Ladeumgebung nicht. Prüfen Sie Kabel und Netzteil kurz auf Schäden, lassen Sie das Gerät nicht unbeaufsichtigt liegen und nutzen Sie nach Möglichkeit Ihr eigenes Kabel. Auch für Geschäftsinhaber, die Kunden das Laden anbieten, spielt Sicherheit eine Rolle. Welche Fragen sich dabei stellen, beleuchtet ein Beitrag zur Haftung beim Smartphone-Laden im Geschäft.

Richtig lagern: Ladestand, Ort und Temperatur

Auch ein Akku, der nur im Schrank liegt, braucht etwas Aufmerksamkeit. Zwei Dinge schaden ihm: Hitze und Tiefentladung.

Der richtige Ladestand. Für längere Pausen, etwa wenn der Akku von Rasenmäher oder Heckenschere überwintert, empfiehlt das Umweltbundesamt einen Ladestand von 40 bis 50 Prozent. Spätestens alle sechs Monate sollten Sie nachladen, weil die Selbstentladung den Akku sonst in die Tiefentladung treibt und er dauerhaft Kapazität verliert. Ein tiefentladener Lithium-Akku ist nicht nur schwächer. Er kann beim späteren Laden auch instabil werden.

Ladestand und Prüfintervall beim Lagern von Akkus

Der richtige Ort. Trocken, kühl, aber frostfrei und fern von direkter Sonne. Ungeeignet sind die Fensterbank im Sommer, das Auto im Juli und der Heizungskeller direkt neben dem Brenner. Lagern Sie größere Akkus nicht auf oder neben brennbarem Material, also nicht im Regal zwischen Kartons und Papier.

Kurzschlüsse vermeiden. Lose Batterien sollten nie zusammen mit Schlüsseln, Münzen oder Büroklammern in einer Schublade liegen. Besonders 9-V-Blöcke haben ihre Pole direkt nebeneinander. Ein Stück Metall genügt für einen Kurzschluss. Bewahren Sie Batterien in der Originalverpackung, in einer Batteriebox oder in einem Halter auf.

Größere Mengen. Wer viele Werkzeugakkus in Werkstatt oder Betrieb lagert, sollte über einen speziellen Akku-Sicherheitsschrank nachdenken. Für den normalen Haushalt reichen die genannten Regeln in der Regel aus.

Weitere Gewohnheiten, die die Lebensdauer verlängern, haben wir in unseren Batterie-Tipps für eine längere Lebensdauer zusammengestellt.

Warnzeichen: wenn ein Akku sich aufbläht, zischt oder heiß wird

Diese Signale sollten Sie kennen, denn sie entscheiden darüber, ob aus einem defekten Akku ein Brand wird. Die Verbraucherzentrale beschreibt einen Akku, der ausgast, sich sichtbar aufbläht oder übermäßig heiß wird, als möglichen Beginn eines thermischen Durchgehens. Das ist ein akuter Notfall.

Typische Anzeichen:

  • Aufgebläht: Das Gehäuse wölbt sich, das Display des Smartphones hebt sich ab, das Laptop-Touchpad klemmt oder der Akku liegt nicht mehr plan auf dem Tisch.
  • Zischen oder Knistern: Geräusche aus dem Akku, oft zusammen mit einem süßlich-chemischen Geruch.
  • Feuchtigkeit oder Rückstände: Austretende Flüssigkeit oder Verfärbungen am Gehäuse.
  • Ungewöhnliche Hitze: Der Akku wird deutlich wärmer als sonst, auch ohne Last oder Ladevorgang.
  • Rauch: Hier gilt sofort das Notfallvorgehen aus dem nächsten Abschnitt.

So handeln Sie bei einem aufgeblähten oder heißen Akku, solange er nicht raucht oder brennt:

  1. Trennen Sie das Gerät vom Ladegerät, wenn das gefahrlos möglich ist.
  2. Laden und benutzen Sie den Akku nicht mehr. Drücken Sie ihn nicht zusammen und stechen Sie ihn nicht an.
  3. Legen Sie ihn, wenn er sich anfassen lässt, auf eine nicht brennbare Fläche mit Abstand zu brennbaren Gegenständen, zum Beispiel auf einen Steinboden oder in ein Metallgefäß mit Sand, im Freien oder auf dem Balkon.
  4. Beobachten Sie ihn eine Weile aus sicherem Abstand.
  5. Kleben Sie die Pole ab und bringen Sie ihn zur Sammelstelle oder zum Wertstoffhof. Sagen Sie dort, dass er beschädigt ist.

Ist der Akku fest in einem Smartphone oder Laptop verbaut, öffnen Sie das Gerät nicht selbst. Bringen Sie es zu einer Fachwerkstatt oder zum Hersteller und erwähnen Sie die Schwellung ausdrücklich.

Nach einem Sturz ist nicht automatisch alles in Ordnung

Ein weit verbreiteter Irrtum: Wenn der Akku nach einem harten Aufprall unversehrt aussieht, ist er sicher. Nach Angaben der Verbraucherzentrale können unsichtbare innere Beschädigungen zeitverzögert zu Kurzschlüssen führen. Ist Ihr Akkuschrauber von der Leiter gefallen oder der E-Bike-Akku bei einem Sturz aufgeschlagen, beobachten Sie ihn in den folgenden Tagen genau. Laden Sie ihn anfangs nur unter Aufsicht und auf sicherer Unterlage. Bei Wärme, Geruch oder Verformung nehmen Sie ihn sofort außer Betrieb. Bei teuren E-Bike-Akkus lohnt sich nach einem Sturz die Prüfung durch einen Fachhändler.

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Wenn es brennt: was Sie tun und was Sie lassen

Der Rat, einen Akkubrand „mit einem Eimer Wasser“ zu löschen, ist gefährlich unvollständig. Die Feuerwehr bekämpft Lithium-Brände zwar mit Wasser, aber mit großen Mengen und über lange Zeit, um die Zellen zu kühlen. Der Deutsche Feuerwehrverband beschreibt in seiner Fachempfehlung zu Lithium-Ionen-Speichermedien, dass sich Zellen auch nach dem Erlöschen der Flammen wieder entzünden können. Dieser Prozess kann sich über Stunden hinziehen, manchmal noch länger.

Deshalb gilt für Sie zu Hause:

  1. Raum verlassen. Die Rauchgase eines Akkubrands sind giftig. Nehmen Sie alle Menschen und Tiere mit.
  2. Tür schließen. So bleiben Feuer und Rauch im Raum.
  3. Notruf 112 wählen und dabei ausdrücklich sagen, dass ein Lithium-Akku brennt.
  4. Nicht zurückgehen, um den Akku zu retten oder hinauszutragen.
  5. Die Feuerwehr einweisen: Wo liegt der Akku, um welches Gerät handelt es sich, gibt es weitere Akkus oder einen Heimspeicher im Gebäude?

Ein kleines Gerät, das gerade erst zu qualmen beginnt, wirkt harmlos. Unterschätzen Sie es trotzdem nicht: Ein Akku kann sehr plötzlich in Flammen aufgehen. Ihre Sicherheit hat Vorrang vor jedem Gerät. Für Photovoltaik-Heimspeicher hat der Feuerwehrverband eine eigene Taschenkarte zum Löschen von Lithium-Solarstromspeichern herausgegeben. Darin wird unter anderem gefordert, dass eine Fachfirma die Anlage spannungsfrei schaltet, bevor die Einsatzstelle verlassen wird. Wer einen Heimspeicher besitzt, sollte wissen, wo er steht und wie er abgeschaltet wird, und diese Informationen für Einsatzkräfte griffbereit haben.

Haushaltsbatterien und Knopfzellen: die unterschätzten Risiken

Gerätebatterien wie AA, AAA oder 9 V wirken harmlos. Die häufigsten Probleme sind ausgelaufene Batterien und Kurzschlüsse. Diese Regeln verhindern beides:

  • Nicht mischen. Setzen Sie in ein Gerät immer Batterien desselben Typs, derselben Marke und mit gleichem Ladestand ein. Eine alte, schwache Zelle neben frischen wird überlastet und läuft eher aus.
  • Auf die Polung achten. Falsch herum eingelegte Zellen können sich erwärmen.
  • Keine Einwegbatterien laden. Alkali- und Lithium-Primärbatterien sind nicht wiederaufladbar. Ein Ladeversuch kann sie zum Auslaufen oder Platzen bringen.
  • Bei Nichtgebrauch entnehmen. Nehmen Sie die Batterien aus Geräten heraus, die Sie monatelang nicht benutzen, zum Beispiel aus der Weihnachtsbeleuchtung oder der Campinglampe.
  • Ausgelaufene Batterien vorsichtig behandeln. Fassen Sie sie mit Handschuhen an, reinigen Sie das Batteriefach und waschen Sie sich danach die Hände.

Beim Wechseln hilft unsere Anleitung zum Wechseln von Haushaltsbatterien.

Knopfzellen gehören außer Reichweite von Kindern

Kleine Lithium-Knopfzellen, etwa aus Autoschlüsseln, Küchenwaagen oder Grußkarten, sind für Kleinkinder besonders gefährlich, wenn sie verschluckt werden. Bewahren Sie Ersatzzellen deshalb hoch und verschlossen auf. Prüfen Sie, ob die Batteriefächer von Spielzeug und Fernbedienungen fest verschraubt sind, und entsorgen Sie gebrauchte Knopfzellen sofort, statt sie herumliegen zu lassen. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind eine Knopfzelle verschluckt hat, warten Sie nicht auf Beschwerden. Wählen Sie sofort den Notruf 112 oder fahren Sie in die nächste Kinderklinik.

Autobatterie: laden, Starthilfe, Erhaltungsladung

Bei Blei-Säure-Batterien sind die Risiken andere: Säure, Knallgas beim Laden und sehr hohe Kurzschlussströme. Hersteller wie Varta empfehlen deshalb, beim Arbeiten an der Batterie stets eine Schutzbrille zu tragen und Gesicht und Hände zu schützen. Zusätzlich gilt:

  • Laden Sie nur in gut belüfteten Räumen und halten Sie offenes Feuer und Funken fern. Rauchen ist tabu.
  • Legen Sie kein Werkzeug auf der Batterie ab. Ein Schraubenschlüssel zwischen den Polen erzeugt einen heftigen Kurzschluss.
  • Verwenden Sie ein Ladegerät, das zu Ihrem Batterietyp passt. AGM- und EFB-Batterien in Fahrzeugen mit Start-Stopp-System brauchen dafür geeignete Ladeprogramme.

Der ADAC weist darauf hin, dass viele scheinbar defekte Autobatterien in Wahrheit Opfer einer Tiefentladung sind. Moderne Fahrzeuge ziehen auch im Stand Strom, etwa wenn ein unverschlossenes Auto die Steuergeräte wach hält. Regelmäßiges Nachladen oder ein intelligentes Erhaltungsladegerät ist laut ADAC günstiger und sicherer als häufige Starthilfe, die die Fahrzeugelektronik belasten kann. Gerade wer viel Kurzstrecke fährt oder das Auto wochenlang stehen lässt, profitiert davon. Wie das funktioniert, ohne die Batterie abzuklemmen, erklären wir im Beitrag Autobatterie eingebaut laden.

Wenn Sie doch Starthilfe geben müssen, halten Sie sich genau an die Reihenfolge aus der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Viele Hersteller schreiben einen eigenen Massepunkt im Motorraum vor, an den das schwarze Kabel kommt, statt direkt an den Minuspol der leeren Batterie. Ist die Batterie aufgebläht, gerissen oder läuft Säure aus, verzichten Sie auf Starthilfe und lassen Sie die Batterie in einer Werkstatt tauschen.

E-Bike, Pedelec und E-Auto

Die großen Akkus von E-Bikes und Pedelecs stehen oft in Fluren, Kellern oder Garagen. Laden Sie sie nach denselben Regeln wie kleine Lithium-Akkus, nur mit noch mehr Sorgfalt: Nutzen Sie das Originalladegerät, laden Sie bei Zimmertemperatur und nicht im Treppenhaus, das im Notfall der Fluchtweg ist. Die Verbraucherzentrale fasst die wichtigsten Punkte zu Akkus für E-Autos und Pedelecs zusammen. Dort steht auch, dass das Brandrisiko von E-Autos nicht höher ist als das von Verbrennern und dass die Ladeeinrichtung für ein E-Auto von einer Elektrofachkraft installiert werden muss. Eine Wallbox ist also kein Projekt für den Heimwerker.

Finger weg von Bastelakkus und Billigzellen für E-Bikes oder Heimspeicher, wenn Sie nicht wirklich wissen, was Sie tun. Zellen ohne passendes Batteriemanagementsystem sind eine typische Brandursache.

Unterwegs: Reisen und Versand

Bei Flugreisen gelten für Powerbanks und Ersatzakkus besondere Regeln. Bei vielen Fluggesellschaften gehören sie ins Handgepäck und nicht in den aufgegebenen Koffer, oft mit Grenzen für die Kapazität. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Vorgaben Ihrer Airline. Schützen Sie lose Akkus im Gepäck vor Kurzschlüssen, zum Beispiel mit der Originalverpackung, einer Schutzkappe oder abgeklebten Kontakten. Wer Akkus per Post verschicken möchte, sollte die Bedingungen des Versanddienstleisters lesen, denn lithiumhaltige Batterien gelten im Transport als Gefahrgut.

Richtig entsorgen: kostenlos und ohne Brandrisiko

Akku & Geräte Recycling-Service mit Abholung

Lithiumhaltige Batterien gehören nie in den Hausmüll. Im Müllwagen oder in der Sortieranlage werden sie zerdrückt und können Brände auslösen. Laut Batteriegesetz sind Sie verpflichtet, ausgediente Batterien und Akkus getrennt zu sammeln, und der Handel nimmt sie zurück. Supermärkte, Drogerien und Elektronikhändler haben dafür meist eine Sammelbox an der Kasse. Größere Akkus nehmen auch kommunale Wertstoffhöfe an.

So bereiten Sie die Abgabe vor:

  1. Pole abkleben. Das gilt vor allem für Lithium-Batterien und Akkus, aber auch für 9-V-Blöcke. Ein Streifen Klebeband auf jedem Pol genügt.
  2. Getrennt sammeln. Eine kleine Pappschachtel oder ein Glas reicht als Sammelbehälter zu Hause. Stellen Sie ihn nicht neben die Heizung.
  3. Beschädigte Akkus sofort abgeben. Ein aufgeblähter Akku sollte nicht wochenlang in der Schublade liegen. Das Umweltbundesamt rät, beschädigte Lithium-Akkus umgehend zur Sammelstelle zu bringen.
  4. Fest verbaute Akkus mit dem Gerät abgeben. Altgeräte samt Akku gehören in die Elektroaltgeräte-Sammlung.

Wo Sie in Ihrer Nähe sicher abgeben können, zeigt unser Ratgeber Lithium-Batterien sicher und kostenlos entsorgen.

Austauschbare Akkus und das neue Recht auf Reparatur

Die EU-Batterieverordnung 2023/1542 verlangt zunehmend, dass Gerätebatterien und Akkus für leichte Verkehrsmittel wie E-Bikes vom Nutzer oder von unabhängigen Fachleuten entnommen und ersetzt werden können, ohne Gerät oder Batterie zu beschädigen. Die EU-Kommission hat dazu Leitlinien zur Entnehmbarkeit und Austauschbarkeit veröffentlicht. Für die Sicherheit ist das gut: Ein alternder Akku lässt sich leichter tauschen, statt dass Sie ihn bis zur Schwellung weiter nutzen.

Zusätzlich gibt es in der EU seit dem 31. Juli 2026 mehr Rechte bei Reparaturen. Auch bestimmte Batterien und Akkus fallen unter die neue Pflicht zur Reparierbarkeit. Wichtig für Sie: Tauschen Sie einen Akku nur nach der Anleitung des Herstellers und nur gegen ein passendes Ersatzteil. Wer ein Gerät anders öffnet, riskiert die Garantie und hantiert womöglich mit einem Akku, der dabei beschädigt wird.

Unsere Sicht: Sicherheit beginnt beim Kauf

Wir verkaufen jeden Tag Batterien, Akkus und Ladetechnik an Kundinnen und Kunden in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Deshalb sehen wir immer wieder, wie viele Probleme sich lange vor dem ersten Ladevorgang ankündigen. Dazu gehört ein Akku, der nicht genau zum Gerät passt, ein Ladegerät, das „irgendwie auch geht“, oder eine Billigzelle ohne nachvollziehbare Herkunft.

Unsere Erfahrung lässt sich auf drei Punkte bringen. Erstens: Kaufen Sie Akkus und Ladegeräte, deren Spannung, Kapazität und Chemie exakt zu Ihrem Gerät passen. Bei der Auswahl hilft unser Batterie-Kaufberatungs-Guide. Zweitens: Prüfen Sie Akkus, die lange gelegen haben, bevor Sie sich auf sie verlassen, besonders Notfallbatterien für Taschenlampe und Rauchmelder. Drittens: Nehmen Sie Ihr Bauchgefühl ernst. Ein Akku, der riecht, sich wölbt oder ungewöhnlich warm wird, ist kein Fall für „mal sehen“. Er gehört zur Sammelstelle.

Batterien sind keine Gefahr, die man fürchten muss. Sie sind ein Werkzeug, das man richtig behandeln muss. Wer das tut, hat lange Freude an seinen Geräten.

— Waldemar

Prüfen statt raten

Ob eine Batterie noch genug Spannung hat oder ein Akku spürbar nachlässt, sehen Sie mit dem Auge nicht. Mit unseren Akku- und Batterietestgeräten messen Sie es in Sekunden und sortieren schwache Zellen aus, bevor sie auslaufen oder ein Gerät im falschen Moment ausfällt. Passende Batterien, Akkus und Ladetechnik für Haushalt, Hobby und Fahrzeug finden Sie direkt bei Akkuplus.

Häufige Fragen

Darf ich mein Handy über Nacht laden?

Sicherheitsexperten raten davon ab, Lithium-Akkus zu laden, während Sie schlafen oder abwesend sind. Wenn es nicht anders geht, legen Sie das Gerät auf eine nicht brennbare Unterlage, nicht ins Bett und nicht unter das Kissen, und sorgen Sie für einen Rauchmelder im Raum. Ein Ladelimit bei 80 bis 90 Prozent schont den Akku zusätzlich.

Was mache ich mit einem aufgeblähten Akku?

Benutzen und laden Sie ihn nicht mehr und drücken Sie ihn nicht zusammen. Legen Sie ihn auf eine nicht brennbare Fläche, möglichst im Freien, kleben Sie die Pole ab und bringen Sie ihn bald zur Sammelstelle. Ist der Akku fest verbaut, bringen Sie das Gerät zu einer Fachwerkstatt.

Kann ich einen brennenden Akku mit Wasser löschen?

Versuchen Sie es nicht selbst. Lithium-Akkus können sich nach dem Erlöschen der Flammen wieder entzünden, und die Rauchgase sind giftig. Verlassen Sie den Raum, schließen Sie die Tür und rufen Sie die Feuerwehr unter 112.

Wo kann ich alte Batterien kostenlos abgeben?

Im Handel, also in Supermärkten, Drogerien und Elektronikgeschäften mit Sammelbox, sowie bei kommunalen Wertstoffhöfen. Kleben Sie vorher die Pole von Lithium-Batterien und 9-V-Blöcken ab. In den Hausmüll dürfen Batterien nie.

Wie lagere ich Akkus über den Winter?

Laden Sie sie auf etwa 40 bis 50 Prozent und lagern Sie sie trocken, kühl und frostfrei, abseits brennbarer Materialien. Prüfen Sie den Ladestand spätestens nach sechs Monaten und laden Sie bei Bedarf nach, damit der Akku nicht tiefentladen wird.

Quellen

Umweltbundesamt: Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien und -Akkus Umweltbundesamt: Batterien und Akkus richtig nutzen und fachgerecht entsorgen Verbraucherzentrale: Batterien und Akkus richtig verwenden und entsorgen Verbraucherzentrale: Akkus für E-Autos, Pedelecs und Co. Verbraucherzentrale: Rückgabepflicht für Batterien und Akkus Verbraucherzentrale: Recht auf Reparatur seit 31. Juli 2026 Deutscher Feuerwehrverband: Sicherheit bei der Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus Deutscher Feuerwehrverband: Fachempfehlung Lithium-Ionen-Speichermedien Deutscher Feuerwehrverband: Taschenkarte Lithium-Solarstromspeicher Dräger: Sicherheit für Lithium-Ionen-Batterien ADAC: Autobatterie leer EU-Kommission: Leitlinien zur Entnehmbarkeit von Batterien nach Verordnung (EU) 2023/1542

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Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und redaktionell geprüft. Trotz sorgfältiger Erstellung übernehmen wir keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Maßgeblich sind stets die technischen Daten und Angaben des jeweiligen Herstellers.